Pressestimmen 2019

Bericht FuPa 21.01.2019

SG Weisweil startet von der Pole Position in die Rückrunde Wem gelingt der Aufstieg in die Kreisliga A? In einer vierteiligen Serie blickt Fupa Südbaden auf die vier aufstiegsberechtigten Kreisligen im Raum Freiburg

Die Aufstiegsfrage ist in keiner Staffel so offen, wie in der Staffel I. Ein Quintett darf sich noch berechtigte Hoffnungen machen. Wer hat die besten Karten? Gelingt dem FV Nimburg zum 90-jährigen Vereinsjubiläum der Sprung in die Kreisliga A? Oder haben die Vorjahresabsteiger SG Weisweil/Forchheim und SV Heimbach nach nur einem Jahr Kreisliga B schon wieder genug und verabschieden sich wieder in die höhere Spielklasse?   

Fünf Spielzeiten in Folge landete der FV Nimburg entweder auf dem dritten oder vierten Tabellenplatz. Damit soll nach eigenem Wunsch jetzt Schluss sein. „Wir haben schon in den vergangenen Jahren die vorderen beiden Plätze im Blick gehabt, dieses Jahr sind unsere Chancen aber besonders gut“, sagt Diana Reifsteck, Vorsitzende des Tabellenführers. Auch Trainer Gehad Hassoun sieht sein Team an der Reihe: „Wir haben eine eingespielte Truppe, die sich in dieser Saison noch einmal gesteigert hat.“ Fortschritte im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnete der FV Nimburg im Verlauf der Hinserie gerade in der Defensivarbeit. Lediglich 18 Gegentreffer kassierte die Hassoun-Elf in 17 Spielen. Großen Anteil daran hat das Torhüterduo Frank Bösel (10 Einsätze) und Yannik Graf (8 Einsätze), das sich im Vergleich zur Vorsaison deutlich steigern konnte. Als größten Konkurrenten in der Aufstiegsfrage sieht Gehad Hassoun die SG Weisweil. Am liebsten würde der 38-Jährige jedoch natürlich sein Team am Ende ganz oben sehen. Der Aufstieg ist für den FV Nimburg jedoch kein Muss, wie Reifsteck betont: „Wir wollen unsere Identität wahren und den Aufstieg wenn dann mit eigenen Spielern schaffen. Eine Vielzahl an externen Zugängen, um diesen Prozess zu beschleunigen ist kein Thema.“

Punktgleich rangiert die SG Weisweil/Forchheim hinter dem FV Nimburg auf dem zweiten Tabellenrang. Da die Mannschaft von Frank Kocur jedoch noch ein Nachholspiel zu absolvieren hat, geht sie mit der besten Ausgangsposition des Quintetts an der Ligaspitze in die Rückrunde. „Dass es so gut läuft, kommt für uns doch ein wenig überraschend“, gibt Kocur zu. Der ehemalige Oberligaspieler des FC Teningen und Bahlinger SC hat im Sommer in Weisweil eine neue sportliche Heimat gefunden, in der er sich sehr wohl fühlt. „Der Verein ist großartig. Die Einstellung der Spieler und Funktionäre ist etwas ganz besonderes“, sagt Kocur. Und Frank Kocur und die SG Weisweil/Forchheim, dieses Gespann harmoniert. Lediglich eine Niederlage musste der Tabellenzweite in der Hinserie hinnehmen. Auch wenn der mittlerweile 40-Jährige Coach das Niveau der Liga lobt, sieht er vor allem die direkten Duelle der Top-Teams als entscheidend in der Aufstiegsfrage an: „Hier wird sich zeigen, wer am Ende ganz oben stehen wird.“ Mit der Verpflichtung des landesligaerfahrernen Mittelfeldspielers Julian Scheerer konnte die Kocur-Elf in der Winterpause  personell noch einmal nachlegen. „Wir wollen unsere Chance nutzen und unsere tolle Hinserie bestätigen“, gibt Kocur als Ziel für die Rückrunde aus.  

SG Rheinhausen verstärkt sich zur kommenden Saison weiter

Wie die SG Weisweil ist auch der SV Heimbach im vergangenen Jahr aus der Kreisliga A in die Kreisliga B, Staffel I, abgestiegen. Nach zwei Abstiegen in Folge hat sich die Mannschaft von Michael Heinelt in der Kreisliga B schnell akklimatisiert und eine sehr ordentliche Hinserie gespielt. Ein 1:1 gegen den SV Endingen II und vor allem eine 3:4-Niederlage beim FV Windenreute zum Jahresende brachten die Heinelt-Elf um eine bessere Ausgangslage für die Rückrunde. Mit lediglich vier Zählern Rückstand auf die Tabellenspitze hat Heimbach jedoch ebenso noch beste Möglichkeiten auf den Aufstieg, wie auch die punktgleiche SG Rheinhausen. Das Team von Daniel Engelmann hat sich dank vierer Siege zum Ende der Hinserie wieder an die vordersten Plätze herangerobbt. „Wir glauben ganz fest an unsere Chance und wollen mit unserem breiten Kader die Rückrunde auf einem der beiden vordersten Plätze abschließen“, so Engelmann. Der Trainer der Blau-Weißen erwartet ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Aufstiegsfrage und sieht dort die SG Weisweil als heißesten Anwärter.

Dass sein Team das entsprechende Niveau hat, auch eine Liga höher zu bestehen, sieht Daniel Engelmann als vollends gegeben an. „Der Kader hat reichlich Potential“, so Engelmann dessen Team sich in der kommenden Saison über prominenten Zuwachs freuen darf. Vom FV Herbolzheim kommt Torjäger Thomas Bober als spielender Co-Trainer. „Weitere Spieler sollen kommen und uns dann hoffentlich in der Kreisliga A verstärken“, hofft Engelmann, der auch in der Spielzeit 2019/20 Cheftrainer in Rheinhausen bleiben wird.  

Das Quintett vervollständigt der FC Teningen II. Mit 40 Zählern liegt das Team von Hosain Tahiri aktuell auf dem dritten Tabellenrang nur einen Zähler hinter dem Tabellenführer aus Nimburg. Gerade die Abgänge von Hakan Cakmak (pausiert) und Tobias Löffler (SV Hochdorf) wiegen jedoch schwer. So werden der Teninger Landesligareserve im Rennen um die Spitzenplätze nur Außenseiterchancen zugeteilt.